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Brief vom Bürgermeister
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| Viehhofen, der Name setzt sich auch "Vieh" und "Hof"
zusammen, hat eine Besonderheit: Es besitzt die einzigen, größeren
vorgeschichtlichen Kupferbergbaue des Pinzgaues. Um die Jahre 1000
bis 700 v. Chr. erreichte die Erzgewinnung die höchste Blüte. Im
16.-17. Jahrhundert erfolgte eine Wiederbelebung des Bergbaues zur
Kupfer-gewinnung. Und auch in der Zeit 1910-1914 wurden Abbauversuche
gemacht. Unter den Viehhofener
Bauernlehen kommt Rotenbach zuerst in alten Schriften vor. Dieses
Lehen wird 1211 vom Ritter Otto dem Erzbischof Eberhard II.
zurückgegeben, worauf es der Erzbischof der Mutter Ottos und seinen
Schwestern zu Lehen gibt. Unter jenen Gütern, die für die Nonnen von
St. Peter Hemden liefern müssen, sind die Lehen Lacken und Maurach,
die 1244 in Viehhofen zu suchen sind. |
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Im Dreißigjährigen Krieg wurden
Landesschützen-Formationen aufgestellt, um eventuelle Einfälle der
Schweden in unser Land abzuwehren. Man nannte diese Schützengruppen
Landfahnen, die eine wirkliche Fahne zum Voraus-tragen bekamen. Am
Gut Streitberg wurde eine solche Fahne aufbewahrt, die die
Jahreszahl 1636 trug. 1767 erhielt Viehhofen eine Kapelle, die jedoch 1786 vom Hochwasser
weggerissen wurde. Zu Weihnachten 1797 wurde der erste Gottesdienst
in der neuen Kirche, die dem Hl. Josef geweiht ist, gehalten. 1891
wurde Viehhofen zur Pfarre. 1838 baute die
Gemeinde Viehhofen ein eigenes Schulhaus. Zuvor wurde der Unterricht
von Vikaren gehalten. 1901 wurde die Freiwillige Feuerwehr
gegründet.
Am 8. Mai 1912 begann ein 4-tägiger Regen welcher die Ortschaft
total verwüstete, mehrere Häuser darunter das Gasthaus Unterwirt
waren spurlos verschwunden.
1928 kam es wieder zu einem fürchterlichen Hochwasser, worauf der
Arzbach, der durch das Dorf rinnt, 10 Sperren und eine größere
Talsperre aus Beton bekam.
1914-1918 forderte der 1. Weltkrieg seine Opfer, 10 Gefallene, viele
Vermisste.
Bei der Grippeepidemie 1919 sind hier elf Personen gestorben. Im 2. Weltkrieg fallen 14 Soldaten, 7 werden
vermisst.
Am 21. März 1945 fiel im Kreuzerlehengraben eine größere Anzahl
Fliegerbomben, durch die mehrere Kinder verletzt und ein Pferd
getötet wurde. 1957 wurde der Verkehrsverein gegründet, da der Fremdenverkehr auch
in Viehhofen immer mehr Bedeutung erhielt. Auch die Musikkapelle Viehhofen wurde wieder neu gegründet.
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